Zuletzt aktualisiert am 30. September 2026
Wohnwände zum selber zusammenstellen lösen ein altes Problem: Die fertige Schrankwand aus dem Katalog passt nie ganz – zu breit, zu wuchtig, das falsche Fach für den Fernseher. Beim modularen Prinzip wählst du einzelne Elemente und setzt daraus genau die Wand, die zu deinem Raum und deinen Sachen passt.
Zurück zum Überblick: Grundriss Wohnung – miss die verfügbare Wandbreite und -höhe zuerst aus.
Die Bausteine einer modularen Wohnwand
- Lowboard: niedriges Element für TV und Medientechnik, meist 30–45 cm hoch.
- Highboard: hoher, schmaler Schrank für geschlossenen Stauraum.
- Hängeelemente: Boards und Vitrinen an der Wand, halten den Boden frei.
- Kommode / Sideboard: mittlere Höhe, viel Volumen.
- Regal-Module: offen, für Bücher und Deko.
Homogene oder heterogene Front?
Die Gestaltungsfrage entscheidet über die Wirkung:
- Homogene Front: alle Elemente in einer Farbe und einem Griffkonzept. Ruhig, aufgeräumt, lässt kleine Räume größer wirken.
- Heterogene Front: bewusster Materialmix, z. B. matte Fronten mit einem Holz-Sideboard. Lebendiger, setzt Akzente, verträgt sich gut mit offenen Regalanteilen.
Für kleine Wohnzimmer ist die homogene, überwiegend geschlossene Variante meist die bessere Wahl.
So stellst du deine Wohnwand zusammen
- Wandmaße nehmen, Steckdosen und Heizkörper einzeichnen.
- Fixpunkt festlegen: meist die TV-Position auf Sitz-Augenhöhe.
- Um den Fixpunkt herum offene und geschlossene Module verteilen (Faustregel: mehr geschlossen als offen).
- Im Online-Konfigurator des Anbieters Maße, Farbe und Fronten festlegen und die 3D-Vorschau prüfen.
- Vor der Bestellung die Gesamtbreite gegen die reale Wand gegenchecken – inklusive Sockelleiste.
Maße, die du kennen solltest
- TV-Mitte auf Sitz-Augenhöhe: meist 100–120 cm über dem Boden.
- Lowboard-Höhe: 30–45 cm, damit der Fernseher nicht zu hoch sitzt.
- Hängeelemente: Unterkante mindestens 15–20 cm über dem Lowboard, damit die Wand nicht gedrückt wirkt.
- Gesamttiefe: 40 cm reichen für Medien und Stauraum; tiefer wird die Wand schnell wuchtig.
- Abstand zur Seitenwand: 5–10 cm einplanen, damit sich äußere Türen öffnen lassen.
Die passende Wohnwand je nach Raumsituation
Eine modulare Wohnwand erfüllt je nach Aufstellort einen anderen Zweck: Im klassischen Wohnzimmer steht meist die TV- und Stauraumfunktion im Vordergrund, im offenen Grundriss übernimmt sie zusätzlich die Rolle eines Raumteilers.
- An der Wand im Wohnzimmer: niedrige, breite Module mit TV-Nische, viel geschlossener Stauraum für Technik und Kabel.
- Als Raumteiler im offenen Grundriss: beidseitig gestaltete, freistehende Module, die auch von der Rückseite ordentlich aussehen.
- Im Flur oder Eingangsbereich: schmale, tiefe Module mit Haken- und Schuhfächern statt breiter TV-Nischen.
Wie du dein Wohnzimmer grundsätzlich strukturierst, bevor du die Wohnwand platzierst, zeigt der Artikel Wohnzimmer einrichten: Die besten Ideen und Tipps für jeden Stil. Soll die Wohnwand vor allem als Trennelement zwischen zwei Zonen dienen, lohnt sich zusätzlich ein Blick in den Ratgeber Raumteiler Ideen.
Häufige Fragen
Kann ich Module später ergänzen?
Bei modularen Systemen ja, solange die Serie noch geführt wird. Notiere dir Hersteller, Serie und Farbcode.
Wie viel offener Anteil ist sinnvoll?
Etwa ein Drittel offen, zwei Drittel geschlossen wirkt aufgeräumt und bietet trotzdem Platz für Deko und Bücher.
Worauf beim Konfigurator achten?
Echte Maßeingabe, 3D-Vorschau und eine klare Angabe der Gesamtbreite inklusive Fugen.

