Zuletzt aktualisiert am 29. September 2026
Ideen für Stauraum gibt es viele – die meisten laufen auf nutze die Höhe hinaus. Dieser Beitrag geht weiter und zeigt Lösungen, die selten genannt werden: Podeste zum Verstauen, abgehängte Deckenlager und die oft vergessene Türrückseite. Dazu die Klassiker, aber mit konkreten Maßen. Alles auch zum Selbermachen und für kleine Wohnungen geeignet.
Zurück zum Überblick: Grundriss Wohnung – trag mögliche Stauraumzonen am besten direkt in deinen Plan ein.
Podest- und Plattform-Stauraum
Ein Podest von 30 bis 45 cm Höhe schafft eine komplette zweite Ebene unter dem Boden. Darauf steht das Bett oder die Leseecke, darunter laufen Vollauszüge oder Klappen. Besonders wirksam in Räumen mit hoher Decke: Du gewinnst rund 0,3 m³ Stauraum pro Quadratmeter Podestfläche, ohne dass ein einziges Möbelstück sichtbar ist.
Deckennah lagern: das abgehängte Lager
Über Türen, in Fluren und über dem Kleiderschrank bleibt oft ein halber Meter bis zur Decke ungenutzt. Ein schlichtes Regalbrett auf Konsolen – oder eine an vier Seilen abgehängte Plattform – nimmt dort Koffer, Saisondeko und Bettzeug auf. Faustregel: unterste Ablage mindestens 40 cm unter der Decke, damit du noch hineingreifst, und nur leichte, selten gebrauchte Dinge nach oben.
Die Türrückseite nutzen
Jede Innentür bietet rund 0,8 m² senkrechte Fläche, die fast nie genutzt wird. Über die Tür gehängte oder aufgeschraubte Systeme fassen Schuhe, Putzmittel, Gewürze (Küchentür), Kabel oder Bastelmaterial. Achte auf flache Tiefe (max. 8–10 cm), damit die Tür noch frei schließt und nicht an der Zarge anschlägt.
Klassiker – aber mit Maßen
- Unter dem Bett: Standard-Bettkästen brauchen 18–25 cm Höhe; Rollboxen ab 15 cm. Ein Bettgestell mit Schubladen ist staubdichter als offene Boxen.
- Wandregale bis zur Decke: die obersten 40 cm für Selten-Gebrauchtes, Augenhöhe für Alltag.
- Nischen und Ecken: Einbaulösungen nutzen jeden Zentimeter, freistehende Möbel lassen 5–10 cm Luft an jeder Seite verloren gehen.
- Sitzbank mit Klappe im Flur: 40 cm Sitzhöhe, darunter Platz für Schuhe – siehe auch Garderobe planen.
Raum für Raum: wo Stauraum versteckt liegt
- Flur: Sitzbank mit Klappe, deckennahes Bord über der Tür, schmaler Hochschrank.
- Wohnzimmer: Hocker mit Innenfach, Sideboard bis in Nischen, Regal als Raumteiler.
- Schlafzimmer: Bettkasten, Podest, Kopfteil mit Ablage, Kleiderschrank bis zur Decke.
- Küche: Auszüge statt Türen, Hängeschränke bis zur Decke, Nischenregal zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank.
- Bad: Spiegelschrank, Regal über der Tür, Rollcontainer unter dem Waschtisch.
Erst ausmisten, dann verstauen
Mehr Stauraum verleitet dazu, mehr zu behalten. Sinnvoll ist die umgekehrte Reihenfolge: zuerst aussortieren, dann den tatsächlichen Bedarf messen und erst danach Lösungen bauen oder kaufen. Sonst planst du Kapazität für Dinge, die du gar nicht brauchst.
Häufige Fragen zu Stauraum-Ideen
Wie schaffe ich in einer kleinen Wohnung Stauraum ohne sperrige Möbel?
Über Podest, Türrückseite und deckennahe Ablagen. Diese Zonen sind normalerweise ungenutzt und brauchen keine Stellfläche am Boden.
Wie hoch sollte ein Stauraum-Podest sein?
30 bis 45 cm. Darunter passen Vollauszüge oder Klappfächer, und die Stufe bleibt bequem begehbar.
Was kann ich über einer Zimmertür lagern?
Leichte, selten benötigte Dinge: Koffer, Saisondecken, Deko. Die unterste Ablage sollte mindestens 40 cm unter der Decke sitzen.
Lohnt sich Stauraum zum Selbermachen?
Ja, gerade bei Podesten, Regalbrettern und Nischenlösungen. Wie du dabei vorgehst, steht unter Möbel bauen.

